Gussasphalt als Industrieestrich
In der Industrie unterliegen Estriche hohen Verkehrslasten durch Flurförderzeuge mit Polyamid- und Vulkollanrädern. Die Beanspruchung ist sehr von der Art der Bereifung abhängig, am besten sind luftbereifte Fahrzeuge mit Pressungen bis 1 N/mm². Die häufig eingesetzten Vulkollanräder erreichen Pressungen bis zu 6 N/mm².
Die an kleinen Regalwagen und Hubwagen angebrachten Polyamidräder bringen Pressungen bis zu 20 N/mm². Die DIN 18560 "Estriche im Bauwesen" regelt in Teil 7 die "hochbeanspruchbaren Estriche", zu denen auch Gussasphalt gehört.
In Abhängigkeit der Verkehrslasten, Temperaturen und Nutzung werden die unterschiedlichen Nenndicken und Körnungen gewählt, bei mittleren Beanspruchungen 30 mm Dicke mit Körnungen von 8 - 11 mm.
Der Gussasphalt wird in der Regel auf einer Trennlage aus Rohglasvlies verlegt und mit feinem Quarzsand abgerieben.
Oft genügt der so abgeriebene Gussasphalt nicht den Ansprüchen des Bauherrn bzw. der Nutzung des Gebäudes. Gegen besondere chemische Angriffe kann Gussasphalt entsprechend beschichtet werden, auch kann diese Beschichtung für den optischen Eindruck farbig in vielen Varianten gestaltet werden.
In Anlagen nach Wasserhaushaltsgesetz und in verfahrenstechnischen Anlagen ist Gussasphalt meist die beste Alternative, mit der man viele Probleme elegant lösen kann.
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